Macht es Sinn, die AfD zu verbieten? Welche Vor- und Nachteile hätte das? Diese Fragen standen im Zentrum des Auftakts unserer neuen Gesprächsreihe.
20 Personen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft waren zusammengekommen, um über ein mögliches AfD-Verbotsverfahren zu diskutieren. Moderatorin Marion Kuchenny führte durch den Abend und brachte die Runde immer wieder zu einer entscheidenden Frage: Was würde ein Verbot tatsächlich bedeuten? Neben den juristisch-technischen Details eines Verbotsverfahrens ging es schnell um Grundsätzlicheres: Welche Vorstellung von Demokratie haben wir eigentlich? Und was sagt eine Debatte über ein mögliches Parteiverbot über den Zustand unserer politischen Kultur und unserer Wähler:innen aus? Klar wurde: Wer über Verbote spricht, kommt nicht daran vorbei, auch über den Ist-Zustand der Demokratie zu sprechen.
Als Auftakt für eine Reihe, die dem Austausch über politische Themen im Netzwerk bewusst Raum geben will, war der Abend ein voller Erfolg. Denn mehr Demokratie heißt auch: mehr Auseinandersetzung. Und das ist etwas, das man üben muss – gerade in einem Netzwerk, das Wirtschaft, Politik und Sozialraum miteinander verbindet.
Deshalb geht es weiter: Am 23.9. widmen wir uns dem Thema „Wahlen in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin – was nun?" Wir freuen uns auf eine ebenso lebendige Diskussion.
Foto: Michael Königs, Königs-Fotografie

